Shakespeare Festspiele auf der Rosenburg

 

Kraftplatz Rosenburg-Sommertheater
Da es sich hier um Sommertheater im freien, aber mit überdachter Arenabühne handelte war auch die Tageslichtfrage ein großes Thema.
Es war für die Beleuchtungsarbeit nur die Nachtschicht möglich.
Zu Käutzchenruf und Eulenschrei, mit ruhigem Sommerabendduft und feuchter Nachtluft, gegen Ende der Nachtschicht verwandelte sich mein Lichtplan zu einem feuchten Lappen.
Dann war es Zeit im Sonnaufgangs-stimmungsvollen Licht mit morgendlichen Hasengehoppel
auf den Wegen, die Arbeit ruhen zu lassen.
Ohnehin hätte das Tageslicht uns keine Chance mehr gegeben das Bühnenlicht zu sehen.

Es ist sehr spannend ein „theater-in the round“ zu leuchten, da sich die Bühne in der Mitte befindet und das Publikum rundherum, ist es sehr wichtig den richtigen Leuchtwinkel zu wählen um die Zuschauer nicht zu stark zu blenden.
Der Bühnenbau und das Bühnenbild beeinflussen dadurch die Möglichkeiten und Arbeitsweise der Beleuchtung ausschlaggebend.
Unwegsames Gelände im Bühnenbild (z.B.Sommernachtstraum) lies uns viele „Kletter- und Seilakte“ auch in “hohen Höhen” vollführen.
Die Herausforderung auf der Rosenburg für mich sah ich gemischt, am Beginn des Stückes mit viel Licht die noch Tageslichtsituation zu unterstützen um mitunter mehr Glanz in die Lichtqualität unter dem Zeltdach zu erreichen, andererseits es dann stetig zu reduzieren und dann nach ca. 45 Minuten wieder voll mit dramatischen Lichtstimmungen zu vervollständigen, wenn die Dämmerung letztendlich doch hereinbricht.

Mit Shakespeares Stücken verhielt es sich meist differenziert. Handlungen begannen meist in der Nacht und gegen Ende des Stückes sollten Schauplätze am hellen Tag dargestellt werden.
Das hat mich oft rasend gemacht, ich hätte gerne die Sonne umprogrammiert.
Wie töricht von mir !


 

Romeo und Julia

2010

Regie: Carolin Pienkos
Bühnenbild: Gudrun Lenk-Wane


 

 

 

 


Ein Sommernachtstraum

2009

Regie: Birgit Doll
Bühnenbild: Gudrun Lenk-Wane

 

 

 

 

 

 


Der Kaufmann von Venedig

2008

Regie: Birgit Doll
Bühnenbild: Gudrun Lenk-Wane

 

 

 

 

 

 


Was ihr Wollt

2007

Regie: Alexander Waechter
Bühnenbild: Gudrun Lenk-Wane


 

 

 

 


Viel Lärm um Nichts

2006

Regie: Alexander Waechter
Co-Regie: Tanja Golden, Nicole Delle Karth
Bühnenbild: Renato Sobotta